Arbeitsschutz & Produktion

Rauchverbot in der Gastronomie: Was Sie als Arbeitgeber beachten müssen!

Das Rauchverbot in der Gastronomie ist seit heute Mitternacht in Kraft. Doch was bedeutet die neue Regelung für Arbeitgeber?

Eine lange Diskussion um die Rolle Österreichs als „Aschenbecher Europas“ ist nun beendet – das allgemeine Rauchverbot in der Gastronomie ist in Kraft getreten. Eigentlich hätte dies ja bereits mit 1. Mai 2018 passieren sollen, wurde jedoch von der damaligen Regierung gekippt. 

Mit dem Inkrafttreten des § 13a des TNRSG (Nichtraucherschutz in Räumen der Gastronomie) fällt somit auch die Ausnahmebestimmung der Gastronomie im ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG). Nun muss auch jeder Arbeitgeber in der Gastronomie sicherstellen, dass das Rauchverbot eingehalten wird.

Was bedeutet das Rauchverbot nun konkret?

Ab sofort gilt ein umfassendes und generelles Rauchverbot in der Gastronomie und allen sonstigen Räumen, in denen Speisen oder Getränke hergestellt, verarbeitet, verabreicht oder eingenommen werden.

Was fällt unter den Begriff „Gastronomie“?

Der Begriff „Gastronomie“ wird dabei nicht auf Basis der Gewerbeordnung definiert, sondern wesentlich umfangreicher. Auch Tankstellen mit einem Café oder Bistro sowie Kinobuffets oder Sportkantinen sind davon umfasst. Sobald eine Art Gastronomie-Infrastruktur vorhanden ist, gilt das Rauchverbot. Einzig Freiflächen, wie etwa ein Gastgarten, sind davon ausgenommen.

Gleich zu Beginn der kalten Jahreszeit stellt sich nun die Frage: Darf ich einen Garten wettergeschützt gestalten?

Ja, das ist erlaubt. Allerdings muss er trotzdem den Charakter einer Freifläche behalten und darf z.B. überdacht, aber nicht von allen Seiten umschlossen sein. Zudem muss ausreichend Luftzufuhr vorhanden sein und es darf kein geschlossener Raum entstehen. Wie weit man hier gehen kann, ist derzeit Auslegungssache und muss im Einzelfall bewertet werden. Was jedoch klar ist: Ein Festzelt kann nicht als Freifläche gesehen werden – somit gilt das Rauchverbot auch bei Feuerwehrfesten, Kirtagen oder dergleichen. Das Verbot gilt übrigens nicht nur für Zigaretten, Zigarren oder Pfeifen – auch Shishas und E-Zigaretten sind davon umfasst.

War der Artikel hilfreich?
finde ich gut 1
Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.