Geschäftsführung & Management

Corona-Kurzarbeit – wichtiges Instrument mit Tücken in der Nutzung

Sie möchten die Liquidität Ihres Unternehmens durch die neue Kurzarbeit sicherstellen? Dann zeigen wir Ihnen in unserem Blogbeitrag kompakt, was Sie dabei unbedingt beachten müssen!

Die Notwendigkeit der Corona-Kurzarbeit zeigt sich eindeutig durch die nicht enden wollende Flut an Anträgen. Mit Stand 24.4. befanden sich in Österreich über 1,1 Millionen Beschäftigte aus mehr als 97.000 Unternehmen in Kurzarbeit.

Hintergrund der neuen Corona-Kurzarbeit

Österreich war eines der ersten Länder Europas, das diese Maßnahme zur Sicherung der Arbeitsplätze ausgerufen hat. Seitdem die Maßnahme im März geschaffen wurde, gab es jedoch laufend Nachbesserungen. Für Unternehmer ist es deshalb mitunter kein leichtes Unterfangen, am Laufenden bezüglich Rahmenbedingungen zu bleiben und die Anträge korrekt auszufüllen. Nichtsdestotrotz war die neue Kurzarbeitsunterstützung ein wichtiges Signal für die heimischen Betriebe, hier unbürokratisch Hilfestellung zu leisten.

Soforthilfe zur Liquiditätssicherung?

Freilich, eine Soforthilfe zur Liquiditätssicherung ist die Corona-Kurzarbeit nicht. Denn der Arbeitgeber muss die Gehaltszahlungen vorab leisten und kann dann im Nachhinein mit dem AMS abrechnen. Genau hier wartet die nächste Hürde: Durch die Flut an Anträgen verzögert sich auch die Genehmigung! Als die erste Frist mit 28.4. zur Einreichung der Märzabrechnung drohte, hatten zahlreiche Unternehmen noch keinen Bescheid. Doch auch hier handelte die Regierung prompt und besserte nach. Der neue Stichtag für die Einreichung ist nun der 28.5. Somit ist sichergestellt, dass kein Antragsteller eine Frist aufgrund eines fehlenden Bescheides versäumen kann.

Kompakte Kurzarbeits-Checkliste

Doch nicht nur diese Tücke gilt es zu beachten! Was noch wichtig ist, haben wir hier kurz zusammengefasst:

  • Prüfen Sie, ob alle Unterlagen und Informationen, die zur Abrechnung nötig sind, vorliegen (auszugsweise: positiver Bescheid, geleistete Arbeitsstunden, konsumierter Urlaub und/oder Zeitausgleich, eventuell geleistete Überstunden, Mitarbeiter im Krankenstand etc.)
  • Haben Sie ein eAMS-Konto? Dieses ist Voraussetzung für die Übermittlung der Abrechnung!
  • Rechnen Sie jeden Monat separat ab und merken Sie sich die Fristen vor (März und April bis 28.5., Mai bis 28.6.).
    • Bedenken Sie auch, am Ende der Kurzarbeit einen Durchführungsbericht zu machen, der bestimmte Kriterien erfüllt.
    • Bis spätestens 28.8. müssen Sie darüber hinaus einen Abschlussbericht mit u.a. der Bestätigung der Einhaltung der Behaltefristen vorlegen.
      • Die beiden genannten Berichte müssen entweder vom Betriebsrat oder allen Mitarbeitern sowie von der zuständigen Kammer, von der zuständigen Gewerkschaft und vom Arbeitgeber unterzeichnet werden.

Tipp: Einen detaillierten Fahrplan zur Umsetzung der neuen Corona-Kurzarbeit sowie Praxishilfen zur Beantragung finden Sie in unserer digitalen Broschüre „Corona-Kurzarbeit und Überbrückungskredite“

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