Geschäftsführung & Management

Homeoffice wegen Coronavirus? Das müssen Sie beachten!

Im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus hat die österreichische Bundesregierung u.a. Unternehmen dazu aufgefordert, ihre Mitarbeiter (wenn möglich) ins Homeoffice zu schicken. Doch dafür gilt es erst einige Dinge zu organisieren. Ob Sie nun aber bereits Homeoffice-erprobt sind oder aus aktuellem Anlass kurzfristig eine Lösung finden müssen – in unserem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Homeoffice-Zeit erfolgreich meistern!

Vorab möchten wir allerdings die wichtigste Frage in diesem Zusammenhang klären:

Darf der Arbeitgeber einen Mitarbeiter ohne dessen Zustimmung ins Homeoffice schicken?

Die Antwort auf diese Frage hängt ganz davon ab, ob es im Arbeitsvertrag bereits eine entsprechende Homeoffice-Vereinbarung gibt. Wenn dies der Fall ist oder alternativ eine Versetzungsklausel vorhanden ist, ist es der Firma erlaubt, einen Mitarbeiter einseitig an einen anderen Arbeitsort zu versetzen – und darunter fällt auch die Arbeit im Homeoffice. Die dabei anfallenden Kosten (z.B. für Strom, Internet und Handy) sind in diesem Fall vom Auftraggeber zu übernehmen.

Trifft jedoch keine der beiden Varianten zu, lautet die Antwort klar: Nein! Homeoffice bedarf einer ausdrücklichen Vereinbarung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer. In besonderen Fällen, wie aktuell dem Coronavirus, wird jedoch empfohlen, kooperativ zu sein und sich im Sinne der Allgemeinheit um eine Einigung zu bemühen.

Datenschutz im Homeoffice – ein gefährliches Terrain

Gerade wenn Sie bislang noch wenig bis gar keine Erfahrung mit Homeoffice hatten und eher holterdiepolter nach Hause geschickt wurden, lauern zudem in Bezug auf den Datenschutz einige Gefahren. Klären Sie daher unbedingt im Vorfeld wichtige Fragen, wie z.B.: Welche Unterlagen dürfen das Unternehmen überhaupt verlassen? Wie können Sie garantieren, dass keine wichtigen Dokumente verloren gehen? Wie sicher ist das Netzwerk, in dem Sie arbeiten? Und wie verhindern Sie, dass unbefugte Dritte einen Blick auf geheime Daten erhaschen. 

Die Antworten darauf kann letztlich nur jedes Unternehmen für sich finden – vergessen Sie jedoch nicht darauf, auch Ihre technischen Geräte zu prüfen! Hohe Sicherheitsstandards, zuverlässiger Virenschutz und verschlüsselter Datentransfer sind nur einige der Punkte, die Sie unbedingt beachten sollten. Das bringt uns auch schon zur nächsten Frage …

Welche Hardware muss für die Arbeit von zu Hause vorhanden sein?

Das Herzstück der technischen Homeoffice-Ausstattung ist mit Sicherheit ein PC oder Laptop, der über alle für die Arbeit notwendigen Programme verfügt. Insbesondere wenn Sie mit einem privaten Laptop arbeiten, muss der Zugriff auf Ihre E-Mails sowie bei Bedarf über eine VPN-Verbindung auf Ihr Firmennetzwerk gewährleistet sein. Dazu kommen ein zuverlässiger Internetzugang und ein funktionierendes Smartphone (bzw. andere Telefonanschlüsse) für die Kommunikation mit den Kollegen. 

Absprachen und die Weitergabe von Informationen können aber auch gebündelter erfolgen, nämlich mit modernen Kommunikations-Tools wie den Programmen Slack oder Microsoft Teams. Hier können Abteilungen oder Projektbeteiligte in geschlossenen Chats kommunizieren, Dateien teilen und bearbeiten oder gemeinsame Videokonferenzen veranstalten.

Tipp: Auch unabhängig von Homeoffice ist die Einführung solcher Tools eine Überlegung wert! Denn Team-Mitglieder, die über mehrere Abteilungen oder sogar Ebenen verteilt sitzen, können damit ganz unkompliziert Online-Meetings abhalten und müssen sich auch nicht extra in einen gemeinsamen Raum setzen.

Sorgen Sie auf jeden Fall dafür, dass der Betrieb am Laufen gehalten wird!

Wenn Sie nun nicht gerade mit vollem Einsatz am troubleshooten sind, sondern mit ausbleibenden Aufträgen zu kämpfen haben, ist dies dennoch kein Grund zu verzagen. Das Credo lautet: Machen Sie das Beste aus jeder Situation! Gibt es beispielsweise Tätigkeiten, die Sie schon lange vor sich herschieben, weil Sie im turbulenten Arbeitsalltag einfach nicht dazu kommen? Dann nutzen Sie jetzt die Zeit, um diese Punkte aufzuarbeiten! Oder können Sie vielleicht bereits Vorbereitungen für neue Projekte treffen? Dann ist jetzt ebenfalls die Zeit, um diese in Angriff zu nehmen! Wenn die Krise und die damit verbundene Durststrecke überwunden sind, bremst Sie nichts mehr ein und Sie können mit vollem Fokus wieder neu durchstarten! Apropos Vorausdenken …

… auch im Homeoffice müssen Sie nicht auf Weiterbildung verzichten!

Gerade wenn in Ihrem Unternehmen derzeit die Räder etwas langsamer laufen, können Sie die Gelegenheit beim Schopf packen und sich verstärkt um Ihre Weiterbildung kümmern. Dafür müssen Sie sich weder inmitten großer Menschenansammlungen begeben noch immer einen fixen Termin beachten: Das Online-Weiterbildungs-Angebot gibt es mittlerweile in verschiedensten Formen. Egal ob mit einem interaktiven e-Learning-Kurs, der Teilnahme an einem Live-Online-Seminar oder dem Nachlesen wichtiger Infos in digitaler Fachliteratur – neues Wissen zu gewinnen war noch nie so einfach!

Unser Tipp: Werfen Sie gleich einen Blick auf die aktuellen e-Learning-Angebote  von dieWeiterbilder – es ist bestimmt ein spannendes Thema für Sie dabei!


 
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