Geschäftsführung & Management

Meister der Corona-Krise: 3 Best Practices für neue Unternehmenswege

Der Corona-Lockdown brachte viele österreichische Unternehmen in eine echte Zwickmühle. Doch während manche den Kopf in den Sand steckten, fanden andere innovative Wege, die nicht nur vorübergehend das Überleben des Unternehmens sicherten, sondern auch langfristige Zukunftsperspektiven ermöglichten. Wir zeigen Ihnen 3 Best Practices, die auch für Sie eine echte Inspiration sein können!

Best Practice Nr. 1: Gets.by

Durch die Schließung der Gastronomiebetriebe im Frühjahr kamen viele Restaurants in eine finanzielle Notlage – und Take-away-Angebote waren die einzige Möglichkeit, um den Umsatz zu retten. Das Start-up-Unternehmen Gets.by lieferte für diese Situation die richtige Lösung: ein System, das Bestellung und Bezahlung per App ermöglicht. Gastronomen, die zuvor noch über keine richtige Bestellplattform verfügten, konnten so ihr Business neu organisieren. Das Spezielle daran: Auch ihren Konsum im Lokal können Kunden direkt über die App abwickeln und müssen in Zukunft z.B. nicht mehr extra warten, bis ein Kellner an den Tisch kommt, um zu bezahlen. Gerade in Stoßzeiten wie Mittagspausen könnte dies in Zukunft ein gefragtes Angebot werden. Das Start-up nutzte also die Gelegenheit, lieferte eine speziell zugeschnittene Lösung für ein aktuelles Problem  und legte zugleich die Basis für eine langfristige Etablierung des Produktes.

Best Practice Nr. 2: „Clever ackern“ / Flyla

Unser zweites Beispiel zeigt, dass es möglich ist, ein bewährtes System auch in völlig anderen Bereichen zu etablieren. Das Flugportal Flyla, das eigentlich CO2-kompensierte Flüge an Interessierte vermittelt, legte seine Kernkompetenz kurzerhand auf die Landwirtschaft um. Unter dem Motto „Clever ackern“ konnten nun Bauern, die auf der Suche nach Erntehelfern waren, mit Jobsuchenden in Kontakt treten und vice versa. Diese Erfahrung, wie sich zwei Positionen erfolgreich miteinander verbinden lassen, konnte hier voll genutzt werden. Der Beweis, dass es sich lohnt, manchmal auch über den Tellerrand zu blicken und nicht immer nur im eigenen Gewässer fischen zu müssen ...

Best Practice Nr. 3: Gribbb

Nachdem unser Beispiel Nr. 1 die erfolgreiche Positionierung eines bestehenden Produktes demonstriert und Beispiel Nr. 2 den Einsatz vorhandenen Know-hows in anderen Branchen aufgezeigt hat, dreht sich in unserem Beispiel Nr. 3 alles um die Entwicklung eines komplett neuen Produktes. Als der Entwickler von „Gribbb“ beobachtete, wie seine Kollegin eine Türklinke ohne Benutzung der Hände öffnen wollte, kam ihm die Idee, einen speziell für diesen Zweck entwickelten Haken zu entwerfen. Mit diesem kann man nicht nur Türklinken öffnen, sondern auch Einkaufswagen schieben oder sich in den Öffis festhalten – alles ohne mit Viren direkt in Berührung zu kommen. Damit hat er auf clevere Weise ein Kundenbedürfnis entdeckt, das so groß war, dass das Unternehmen im 24-Stunden-Betrieb arbeiten musste.

Fazit: Nur wer wagt, kann auch gewinnen!

Diese drei Unternehmen haben bewiesen, dass selbst in der schwersten, unvorhersehbaren Krise Raum dafür sein kann, sein Unternehmen neu auszurichten. Sei es das Geschäftsmodell, das Produktangebot oder der Vertriebsweg – in jedem Bereich gibt es Potenzial zu Veränderungen. Und auch wenn Beispiele wie diese natürlich nicht 1:1 auf jede Firma übertragen werden können: Letztlich zählen der Spirit des Unternehmens plus das Mindset jedes Einzelnen, die rasch einen Weg vom absoluten Tiefpunkt bis zum Gipfel weisen können!

Unser Tipp: Holen Sie sich hier unseren Gratis-Download mit vielen weiteren Learnings aus der Corona-Krise im Bereich Innovation und Digitalisierung. Zusätzlich zu vielen praktischen Erfahrungsberichten finden Sie darin auch eine Checkliste, die Sie dabei unterstützt, Ihr eigenes Unternehmen zu evaluieren!

War der Artikel hilfreich?
finde ich gut 23
Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.