Geschäftsführung & Management

Trotz Corona-Verschärfungen: Das können Sie als Unternehmer tun, um die Krise zu bewältigen

Unsicherheit und Unbeständigkeit mögen im Moment groß sein. Dennoch können Sie als Unternehmer etwas tun, um die Krise bestmöglich zu meistern: Motivation steigern durch Sicherheit und Vertrauen.

Die Regierungsmaßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus dauern nun schon fast fünf Monate an. Weil die Zahl der Covid-19-Infizierten wieder steigt und Politiker und Medien weiterhin Angst vor einer zweiten Corona-Welle haben, hat die Regierung erst am Dienstag die Maskenpflicht wieder eingeführt. Ab sofort müssen alle Kunden in Supermärkten, Banken und Post wieder Mund-Nasen-Schutz tragen und die Angestellten wurden zu strengen Sicherheitsregeln verpflichtet.

Angst als Treiber

„Unternehmen kommt eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die Verbreitung von SARS-CoV-2 und die Auswirkungen der Pandemie auf die Gesellschaft zu“, stellte die WHO bereits im März klar.

Unsicher ist, wann und ob überhaupt eine zweite Corona-Welle kommt und wie sie sich auswirken könnte. Nach wie vor hat aber ein großer Teil der Bevölkerung, Politiker und Medien Angst davor. Deshalb gibt es bis heute keine Klarheit, wie es im Herbst gesellschaftlich und vor allem wirtschaftlich laufen wird. Und diese Unsicherheit belastet die Wirtschaft schwer.

Unsicherheit lähmt

Nicht nur, dass die Umsätze darunter leiden und keine Investitionen getätigt werden, vor allem herrschen auch innerhalb der Betriebe große Ratlosigkeit, Unsicherheit, Angst und Hemmungen.

Der Begriff der Unsicherheit im Zusammenhang mit der Wirtschaft ist facettenreich. Aber viele theoretische und empirische Studien mit unterschiedlichen Messkonzepten und Methoden zeigen: Es besteht ein klarer Zusammenhang zwischen einem Anstieg der Unsicherheit und negativen Auswirkungen auf Wirtschaftsaktivität, Handel und vor allem Investitionen. Und, volkswirtschaftlich dramatisch: Unsichere Firmen reduzieren besonders häufig die Belegschaftszahlen.

Düstere Aussichten

Das bestätigt auch die Wirtschaftskammer für die Corona-Zeiten. In einer aktuellen Umfrage unter 7.000 Unternehmern gaben zwei Drittel an, von einem Nachfragerückgang betroffen zu sein. Besonders kleine und mittlere Betriebe leiden unter den Corona-Radikalmaßnahmen.

Hat sich schon in den letzten eineinhalb Jahren eine Verschlechterung der Stimmung bemerkbar gemacht, brachen die Erwartungen zum Wirtschaftsklima in den letzten Wochen komplett ein.

Stimmung schlechter als in der Finanzkrise 2009

Beunruhigend dabei ist, dass die Geschäftsaussichten schwärzer beurteilt werden als in der Finanzkrise vor elf Jahren. Und das betrifft sowohl die Exportwirtschaft als auch die Inlandsnachfrage.

Österreichs Unternehmen gehen von einem Umsatzeinbruch von 20 bis 40 Prozent aus. Das wiederum hat unmittelbare Auswirkungen auf die Auslastung der Betriebe; 61 Prozent der Befragten rechnen mit einer sinkenden Auslastung in den nächsten Monaten.

Fahrplan für das Comeback der Wirtschaft

Trotz der wieder hochgefahrenen Corona-Beschränkungen und eher pessimistischer Prognosen für die nahe Zukunft können Unternehmen viel tun, um die Situation zu meistern – und sich für weitere, erst noch anstehende Herausforderungen zu wappnen. Um aus der Krise herauszukommen, bedarf es in erster Linie wohl Zuversicht und Sicherheit – neben Bürokratieabbau, Investitionsanreizen, Ankurbelung des Konsums und Hilfe für den Arbeitsmarkt.

Mit Zuversicht und Sicherheit lässt sich auch die Motivation der Mitarbeiter anfachen, was wiederum die Produktivität steigert. Es ist das wesentliche Instrument, das Sie als Unternehmer jetzt in der Hand haben, um die Krise möglichst gut zu bewältigen.

Entscheidungs- und handlungsfähig bleiben

Sicherheit definiert sich in Corona-Zeiten vor allem als Schutz für die eigene Gesundheit und die von Kollegen, Kunden und Geschäftspartnern.

Die Distanzgebote der Regierung hatten nicht nur Einfluss auf den gesellschaftlichen Umgang, gemeinsam mit den Hygienebestimmungen versetzten sie die Bürger in einen permanenten Angstzustand. Den gilt es zu überwinden, als Mensch und als Mitarbeiter. Dann geht es auch wieder aufwärts.

  • Sind Mitarbeiter der Risikogruppen im Home-Office oder wollen Kunden nicht persönlich vorbeikommen, halten Sie den Kontakt aufrecht, digital oder per Telefon. Das schafft Vertrauen und Loyalität!
  • Auch wenn die Kritiker der Corona-Maßnahmen mehr werden: Nun sind sie nun mal da. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran! Halten Sie die Vorschriften ein und zeigen Sie, dass Ihnen die Fürsorge für Mitarbeiter und Kunden wichtig ist. Das generiert Anerkennung Ihrer Führungsqualität!
  • Signalisieren Sie Ihren Mitarbeitern und Kunden, dass Sie alles in Ihrer Macht stehende tun, um ihre Gesundheit zu schützen – das ist auch ein Wettbewerbsvorteil!
War der Artikel hilfreich?
finde ich gut 0
Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.